Dauerbruch an einer Schraube - 1.5511

 

Ein Dauerbruch (Dauerschwingbruch , Ermüdungsbruch) tritt infolge einer Dauerbeanspruchung auf. Die Bruchfläche hat im Bereich des Dauerschwinganriß meist eine glatte Struktur und der Restbruch ist normalerweise grober strukturiert. Charakteristisch für einen Dauerbruch sind die Rastlinien. Die makroskopische Erscheinungsform ist jedoch nicht immer ausgeprägt. Auslöser für diese Brüche sind Fehlstellen an der Oberfläche oder auch im Werkstück. Fehlstellen sind zum Beispiel Entkohlung an der Oberfläche, Schlackeneinschlüsse, Risse oder Gefügeanomalien. Im Falle einer Entkohlung wirkt der Ferrit, aufgrund schlechterer Wechselfestigkeit, als Auslöser. Im Verlauf der Bruchentstehung reduziert sich zunehmend die Materialquerschnittsfläche (Rastlinien). Zum Schluß kommt es durch Überbelastung zum Bruch (Restbruch) des Bauteils. Im folgenden Fall ist eine Schraube nach einigen Jahren im Einsatz gebrochen.

Schraube M8 - vergütet

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