Nitrierzone

Querschliff

Bei der Probe ist eine ca. 0,30 mm tiefe Nitrierzone vorhanden. Der nitrierte Bereich ist aufgrund der submikroskopischen Nitridausscheidungen schneller anätzbar und ist deshalb an einem dunklen Saum zu erkennen. An der Oberfläche ist eine weiße Verbindungsschicht aus Eisennitrid vorhanden.

Querschliff

Ca. 15 µm starke Verbindungsschicht gefolgt von der Diffusionszone (Ausscheidungsschicht). Diese Verbindungsschicht hat eine sehr hohe Härte und verbessert die Verschleißeigenschaften des Werkstücks. Die Diffusionszone ist ebenfalls hart und bildet die zähere und stützende Unterschicht für die Verbindungsschicht.

Querschliff

Diffusionszone der Nitrierschicht mit winzigen submikroskopischen Nitridausscheidungen. Auf den Korngrenzen sind örtlich Karbidausscheidungen (Zementit) vorhanden. Die Ausscheidungen von Zementit sind vorwiegend auf den parallel zur Oberfläche liegenden Korngrenzen vorhanden.

Querschliff

Diffusionszone der Nitrierschicht mit starken Karbidausscheidungen (Zementit) vorwiegend auf den Korngrenzen die parallel zur Oberfläche (Diffusionsfront) liegen. Nitrierschicht mit Tendenz
zur Übernitrierung. Die spröden Ausscheidungen von Karbid können Teile der Nitrierschicht zum Abplatzen bringen.

Querschliff

Das Grundgefüge dieses nitriergehärteten Stahls ist ein ferritfreies Vergütungsgefüge. Die Härte ist um einiges niedriger als die der Nitrierzone und so ausgelegt das eine genügende Zähigkeit des Werkstücks gewährleistet ist. Das Grundgefüge dient als tragende Unterschicht für die gesamte Nitrierzone.

Weitere Informationen zur Nitrierschicht

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